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Broschüre MZZ Musikzentrum Zürich |
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Verein für ein «Kulturhaus am See» in Zürich gegründet
Wenn dereinst das Kongresszentrum Zürich an einem neuen Standort eröffnet wird (Entscheid des Stadtrats), steht das heutige Kongresshaus leer. Dieses soll – unter einem Dach mit der Tonhalle – zu einem grossen Kulturhaus werden. Eine Studie bestehend aus Betriebskonzept, Businessplan und Management-Struktur, die bereits am 19. Mai 2010 einer Delegation des Stadtrats (Corinne Mauch, Martin Vollenwyder und André Odermatt) übergeben wurde, beweist, dass so ein Zentrum Erfolg versprechend und gewinnbringend bewirtschaftet werden kann. Bedingung ist, dass das heutige Kongresshaus saniert, auf den Zustand von 1939 zurückgebaut und mit modernster Technik ausgerüstet wird. Herz – neben dem Grossen Tonhalle Saal – bildet der zum polyvalenten Saal umgebaute heutige Kongresshaussaal.
In Anwesenheit prominenter Vertreter aus dem breiten Zürcher Kulturleben wurde jetzt der Verein gegründet, der alle Anstrengungen unternehmen wird, um die Zürcher Bevölkerung von Sinn und Nutzen des Kulturhauses zu überzeugen. Präsident ist Pius Knüsel (Direktor Pro Helvetia). Aus der Kulturszene sind Pepe Lienhard, Nadja Schildknecht (Zurich Film Festival), Matthias Ziegler (Musiker) im Vorstand; aus der Wirtschaft Hans Heinrich Coninx (Orpheum Stiftung) und Gérard Jenni (früher Hallenstadion), aus der Politik SP-Gemeinderat Mark Richli dazu die drei Architekten Lisa Ehrensperger (Präsidentin Architektur Forum), Reto Gadola und Andreas Sonderegger. Vereinszweck ist die Zusammenfassung von Tonhalle und Kongresshaus in ein Kulturhaus unter einem Dach.
Das Kulturhaus am See soll allen Sparten des Zürcher Kulturlebens offen stehen. In diesem Sinne wirken Ambassadoren als künstlerischer Beirat des Vereins. Harfenist Andreas Vollenweider unterstrich an der Gründungsversammlung die Bedeutung des Projekts: «Durch meine Konzertreisen in aller Welt habe ich viele beeindruckende Kultur-Häuser kennen gelernt und ich musste immer wieder etwas beschämt feststellen, dass so etwas in Zürich gänzlich fehlt. Das Kulturhaus am See sehe ich als längst überfällig und unverzichtbar: viel Raum für ein breites Spektrum von Musik, Theater, Tanz bis zum Film. Das würde deutlich machen, dass Kultur für Zürich nicht nur Nebengeräusch ist, sondern ein wesentlicher Teil unseres gesellschaftlichen Lebens.» Schauspieler Stefan Gubser sieht im Kulturhaus am See die Lösung der heute bestehenden Raumnot: «In Zürich haben die darstellenden Künste zu wenig Räume. Das Kulturhaus am See würde die notwendige Infrastruktur für freie Produktionen schaffen. Zudem wäre es der ideale Ort für internationale Events wie das Zurich Film Festival.» Und auf den Rückbau auf den Zustand von 1939 angesprochen: «Ich bin der Meinung, die Stadt Zürich sollte ihren bedeutenden Architekten Haefeli-Moser-Steiger Respekt zollen, indem sie das Gebäude in deren Sinn erhaltet und zu neuem Glanz verhilft.» Weitere Ambassadoren des Vereins sind Bettina Boller (Violinistin), Nina Corti (Tanz), Michael Eidenbenz (ZHdK), Pierre Favre (Jazz), Esther Girsberger (Publizistin), Nadja Räss (Folklore), Johannes Vogel (Jazz-Organisator).und der Musiker und frühere Rektor der ZHdK (Abteilung Musik) Daniel Fueter. Dieser bringt das Anliegen des Vereins auf den Punkt: «Es bietet sich an, im jetzigen Kongresshaus rings um den Kern der Tonhalle herum im Zeichen der Begegnung und des Austauschs ein attraktives Kulturhaus einzurichten. Zürich bedarf eines Zentrums, welches dem breiten Spektrum seines Kulturlebens gerecht wird.»


